Für Notfälle gewappnet

Am Flughafen Zürich sorgt ein 140-köpfiges Team im Betriebsunterhalt dafür, dass alle Abläufe im Hintergrund reibungslos laufen. Auch Pascal Adler gehört dazu. Seine Verantwortung: das Wasserversorgungsnetz, das er mit ZoneScan vollautomatisch überwacht. So spart er Ressourcen und wertvolles Trinkwasser.

Stichprobenartig kontrolliert Pascal Adler das Leitungsnetz und damit die installierten ZoneScan-Geräuschlogger.

Über den Köpfen tosen die startenden Flugzeuge. Pascal Adler ist mit seinem Unterhaltsfahrzeug am Rand der Piste 16/34 unterwegs. Als Projektleiter verantwortet er die Trinkwasserversorgung des Flughafens Zürich.

Das Wasser kommt direkt aus den Reservoirs der Stadt Kloten: «Wir haben zwei Haupteinspeisungen, die in eine Ringleitung münden», erklärt Pascal Adler. Die zweifachen Zuleitungen aus unterschiedlichen Richtungen sind bewusst so installiert. «Wenn eine Speisung ausfällt, kommt automatisch die andere zum Zug. So kann es keinen Komplettunterbruch geben.»

Direkt bei der Einspeisung wird die Qualität des Wassers geprüft. «Der Flughafen ist eine besondere Umgebung», erzählt Pascal Adler, der bereits seit 13 Jahren im Betriebsunterhaltsteam der Flughafen Zürich AG arbeitet. «Sicherheit hat überall und jederzeit oberste Priorität.» So gehören auch die Sprinkleranlagen, die sich im Fall eines Brandes automatisch einschalten, zum Wassernetz, das mit Hilfe von ZoneScan auf Leckstellen überwacht wird.

Zuverlässiger Alltagshelfer

Auf seiner Unterhaltsfahrt über das Flughafengelände kontrolliert Pascal Adler stichprobenartig die in den Schächten montierten Geräuschlogger. Sie sind in Abständen von rund 150 Metern im Leitungsnetz verteilt. Ihre Aufgabe: Sie horchen, was sich im Wasserleitungsnetz tut. Jede Nacht zwischen zwei und drei Uhr analysieren sie die Geräusche und melden Ungewöhnliches an das System. Dieses wertet die Daten aus und visualisiert allfällige Leckstellen auf Pascal Adlers Laptop. «Das ist meine erste Handlung am Morgen, wenn ich zur Arbeit komme. Ich überprüfe, ob irgendwo im Netz etwas Ungewöhnliches angezeigt wird», erklärt der Brunnenmeister.

Zu seinem Verantwortungsgebiet gehören neben dem eigentlichen abgesperrten Flughafenbereich auch das Restaurant «Runway 34» sowie der 2020 eröffnete Dienstleistungs- und Businesshub «The Circle» inklusive seiner auf einer Anhöhe im Park gelegenen «Himmelsplattform» inklusive Wasserinstallation. Wie in der Schweiz üblich, fliesst aus allen Hähnen im Flughafen Trinkwasser. Zusammen mit den Sprinkleranlagen benötigt das Areal rund 650’000 Kubikmeter Wasser pro Jahr.

Selbstlernendes System dank KI

Die 162 installierten ZoneScan-Geräuschlogger überwachen das Wasserversorgungsnetz des Flughafenareals permanent und flächendeckend. Kürzlich hat die Flughafen Zürich AG zwölf weitere erworben – es sind Geräte der neuesten Generation, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten. Das selbstlernende ZoneScan-System entwickelt sich im globalen Einsatz laufend weiter.

«Wir haben einen grossen Vorteil: Unsere Leitungen sind altersmässig in sehr gutem Zustand.» Trotzdem möchte Pascal Adler ZoneScan nicht missen: «Das System vermittelt Ruhe, Stabilität und vor allem Sicherheit. Wenn ich am Morgen sehe, dass alles in Ordnung ist, kann ich mit einem guten Gefühl in den Tag starten.»

Dass die Logger nachtaktiv sind, ist ein weiterer Grund, warum sie sich so gut für den Flughafenbetrieb eignen. «Am Tag starten und landen die Flugzeuge. Hinzu kommen verschiedene Bauarbeiten, die bis ins Wasserleitungsnetz zu hören sind», sagt Pascal Adler. «Tagsüber sind zudem alle Notfallsysteme ununterbrochen einsatzbereit. Das heisst, wir müssen auch die Wartungsarbeiten in der Nacht machen.»

Jeden Morgen prüft Pascal Adler, ob die ZoneScan-Geräuschlogger in der Nacht etwas Ungewöhnliches aufgezeichnet haben.

Erste Erfolge nach wenigen Wochen

ZoneScan ist am Flughafen Zürich seit 2021 in Betrieb. «Dank der Netzüberwachung können wir bei einem Wasserverlust das Leck schnell lokalisieren. So sparen wir Kosten für aufwendige Wartungsarbeiten sowie wertvolles Trinkwasser.»

Planmässig wurden 2025 bei den ersten Geräten nach vier Jahren Feldeinsatz die Batterien ausgewechselt. Dafür wandte sich Pascal Adler wie bereits für die ursprüngliche Installation an die Wälli AG Ingenieure. «Wenn ich diese Arbeit den Spezialisten übergebe, übernehmen sie gleichzeitig auch die Wartung der Geräte und führen eine Funktionskontrolle durch. Wir schätzen diese Service-Leistungen sehr.»